Was hat Priorität …?

von Unsplash: Glenn Carstens-Peters

Ausschlafen oder joggen gehen?
Noch ein Film sehen oder lesen?
Aufräumen oder ausruhen?

Fragen, die Entscheidungen von uns verlangen.
Welche die richtige Entscheidung ist, kann man nicht objektiv sagen.
Manche sind der Meinung die auf den ersten Blick vernünftige Entscheidung ist die bessere. Aber, ist das wirklich so?

Da jeder von uns unterschiedlich ist fallen auch die Entscheidungen – selbst bei den gleichen Optionen – verschieden aus. Jeden ist etwas anderes in anderen Momenten wichtig. Dem einen, nach einer harten Arbeitswoche, der Schlaf; dem anderen, weil es ihm Spaß macht, das joggen. Usw.

Die Frage ist aber: Bedeutet das, dass wir uns einfach aus dem Bauch heraus irgendwie entscheiden sollten? Ganz sicher nicht.

Hilfreich ist eine Sache: Prioritäten.
Ich muss wissen, was in meinem Leben welchen Stellenwert hat und haben sollte. Was ist wichtiger: Fitness oder notwendige Ruhe, Unterhaltung oder Bildung, Ordnung oder der Schweinehund.

Spannend ist, dass wir die Frage nach Prioritäten auch in biblischen Erzählungen finden. Beispielsweise Jesus, der in der Wüste versucht wird:
Auch hier geht es um Prioritäten: Macht oder Glaube; Neugier oder wahres Vertrauen; Anbiedern oder Anbeten.

Die Priorität Jesu ist klar: Über allem steht die Beziehung zu Gott. Von ihm her lässt sich das Leben verstehen und werden für ihn Entscheidungen getroffen.

Ich versuche in meinem Leben – wie Jesus – Gott den ersten Platz zu geben.
Das gelingt mir immer … nein, natürlich nicht.
Manchmal verrutschen auch bei mir die Prioritäten. Das ist normal.

Wichtig ist, dass mir das wieder bewusst wird und ich versuche meine Prioritätenliste wieder auf die Reihe zu bekommen.

Denn in der Schrift steht:
Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du anbeten
und ihm allein dienen.
Mt 4,10