lobt










Bild: Unsplash/Pawel Czerwiński

Wir alle kennen das Wort „loben“.
Oft denken wir dabei an Kinder, die gelobt werden, weil sie etwas gut gemacht haben. Der Eine oder Andere denkt eventuell an Momente in denen wir einfach einem Menschen signalisieren, dass er oder sie etwas toll gemacht hat.

Was heißt loben aber mit Blick auf Gott?

Um dass zu verstehen müssen wir (hier in Europa) uns eine Sache klar machen: Wir leben in einer extrem bevorzugten Situation.
Kindersterblichkeit? … ist unglaublich niedrig.
Heilraten? … sind bei vielen Krankheiten hoch.
Armut? … kann oft vermieden werden, da wir ein Sozialsystem haben.

All diese Sachen sind nicht selbstverständlich. Selbst in westlichen Ländern nicht – man denke an das Sozialsystem der USA. Diese ganzen Schutzmaßnahmen und Ausgleiche um uns sind ein unglaubliches Geschenk und wir alle können Dankbar sein, dass wir jetzt und nicht vor 100 Jahren leben.

Das alles hat aber auch Schattenseiten.
Dankbar … sind wir für all das oft nicht mehr.
Ich höre mehr: „Es kann ja wohl nicht sein, dass ich nicht mehr bekomme.“
Als: „Gut, dass ich versorgt werde und nicht auf der Straße leben muss.“
Es ist sicher auch schwer vor Augen zu behalten, dass das was wir jeden Tag haben nicht selbstverständlich ist.
Die derzeitige Krise lässt uns erahnen wo unsere Grenzen sind,
aber selbst jetzt haben wir Krise in einer abgemilderten Form.
Wir haben ein unglaublich gutes Gesundheitssystem, wir haben oft die Möglichkeit eine Zeit in Isolation zu überbrücken und wir haben Kommunikationsmittel, die Kontakte erhalten.

Ach ja, die Frage vom Anfang: Was hat das mit Gott und loben zu tun?

So wie ich das sehe: alles.
Ich selbst lobe Gott dafür, dass er mich jetzt leben lässt.
Ich kann ihn loben für all das Gute, dass ich selbst jetzt erleben darf.
Ich kann ihn loben, weil er mich so reich beschenkt hat.

Wenn wir am Palmsonntag den Einzug Jesu in Jerusalem feiern, dann geht es dabei um ein spontanes Lob Gottes. Es ist ein Fest der Dankbarkeit, des Jubels und der Hoffnung. Auch wenn in diesem Jahr alles anders ist.
Eines bleibt und ist heute angebrachter denn je …

Gott, der uns liebt, in Dank und Hoffnung zu lobpreisen.

Hosanna dem Sohn Davids!
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn.
Hosanna in der Höhe!

– Matthäus 21,9 –