Innen

Bild: unsplash/Eric Han

Akku alle.
Keine Kraft.
Keine Kreativität.
Kennen Sie?

Ich glaube die meisten Menschen kennen das. Die Momente, wenn alles zu viel ist. Wenn einen fast alles zu überfordern scheint.
Spannend ist, dass solche Phasen sogar dann kommen können, wenn man eigentlich in seinem eigenen Element ist. Hobby, Beruf oder Sport erfüllen einen grade … durch eine äußeren Anlass oder aus freiem Himmel ist man leer.

Manchmal muss man dann wieder lernen mit sich selbst in Kontakt zu kommen. Die Wege dahin sind so zahlreich wie wir Menschen. Mir hilft eine Zeit der Stille. Am liebsten draußen in der Natur. Spazieren, denken und innerlich ruhig werden. Ich spüre dann manchmal, wie ich innerlich mit mir in Kontakt bin. Genau genommen, komme ich sogar noch tiefer.

Es ist nämlich noch wichtiger nicht nur bei sich an der Oberfläche zu sein. Mit sich in Kontakt kommen ist – wenn man es ernst nimmt – nicht nur das Jetzt spüren und das Schöne. Es ist ein unter die Oberfläche gehen und die Untiefen des eigenen Ich entdecken.

Am Besten macht man das nicht in den Krisenzeiten – auch wenn eine solche Selbstergründung für diese Zeiten wappnet. Man wühlt viel Verdrängtes und Unbewusstes auf. Das wird weh tun, aber auch befähigen damit künftig umzugehen.

Ganz in der Mitte ist dann – mit Meister Eckhart gesprochen – der Seelenfunke. Der Ort in uns, der uns mit Gott selbst verbindet. Etwas, was nicht gemacht wird, sondern immer da ist. der Punkt an dem wir eins mit Gott sind. Eine unendliche Quelle der Lebendigkeit und Kraft. Was fast esoterisch klingt soll es garnicht sein. Es geht dabei um den innersten Wert unserer Geschöpflichkeit. Wir sind zuinnerst verbunden mit dem Schöpfer; jeder seiner unendlichen Liebe wert. Sich das bewusst zu machen und zu entdecken ist eine unerschöpfliche Ressource für unser Leben.

„Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe,
der bringt reiche Frucht; …“

Johannes 15,5 –