Transformativ

Bild: unsplash/Franck V.

Zukunft.
Ein Wort, dass zugleich verheißungsvoll und bedrohlich ist.
Sie ist für uns unverfügbar. Im Ansatz kann man erahnen, was kommen könnte. Aber sicher … sicher kann man nicht sein.
Andererseits müssen wir zu einem gewissen Rahmen mit der Zukunft planen. Finanzielle Absicherung, eine persönliche Perspektive, Verantwortung für die nächste Generation. All das – und noch mehr – nötigen uns ins ungewisse zu planen.

Zukunft.
Das ist etwas, dass gefühlt immer schwerer zu gestalten ist.
Verschiedene – in sich neutrale – Faktoren ändern stündlich die Lage.
Der digitale Fortschritt, die Globalisierung, die Pandemie und anderes mehr.

Zukunft.
Das ist auch aus Perspektive des Glaubens ein spannendes Feld.
Das gilt je individuell. Glaube ist ja nicht statisch. Wie jede Beziehung ist Glaube Veränderungen unterworfen. Zweifel, Erlebnisse und Praxis können ihn vertiefen oder schwächen. Spannend.
Aber auch die Glaubensgemeinschaften stehen vor der Zukunftsfrage.
Veränderungen im sozialen Gefüge, Demographie und vieles mehr stellen uns vor die Frage: Zukunft? Wie?

Glaubensgemeinschaft wird, ja muss sich ändern.
Aber nicht blind und mit fragwürdigen Vorzeichen.
Zuerst muss festgehalten werden:
Was ist der Kern? Was ist der Mittelpunkt des Glaubens? Was ist – auch das ist wichtig – lebendige Tradition? Was kann nicht geändert werden?
Nur wenn ich mir dessen bewusst bin kann ich über eine zukünftige Gestalt von Glaubensgemeinschaften, von Kirche nachdenken. Fehlt mir ein Bewusstsein dafür, werfe ich eventuell elementares über Bord.

Danach kann nach zeitgemäßen Verwirklichungsformen gesucht werden. Glaube leben im 21. Jahrhundert. Gemeinde und Gemeinschaft pflegen in einer Welt mit anderen Vorzeichen. Neue Formen, Orte und Ansätze ausprobieren, auch wenn die Gefahr besteht, dass sie scheitern. Keine Angst vor Gebieten haben, die neu sind. Worte und Erklärungen finden, die Menschen verstehen.

All das ist nicht leicht zu erreichen.
Veränderung ist – leider – schwer.
Veränderung darf auch nicht rücksichtslos werden.
Veränderung darf auch nicht zum Selbstzweck werden.

Ob individuell oder gemeinschaftlich:
sich in die Zukunft hinein zu verändern ist wichtig, herausfordernd und lohnenswert.

„Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist …“

Paulus an die Römer 12,2