„Das wird mir zu viel …“ – vom Vertrauen

Bild: unsplash/Daris Bashar

Früher oder später kommen alle Menschen mal an dem Punkt, an dem alles zu viel ist.
Zu viele Termine.
Zu viele Erwartungen.
Zu viele Tragödien.

Mit verkrampftem Herzen, zu wenige Energie und entsetzt-geöffnetem Mund steht man da und hat das Gefühl, dass alle Wellen und Wogen des Lebens zugleich über einem zusammenbrechen.
Der Moment in dem man sich in die unbeschwerten Kindertage zurücksehnt oder sich am liebsten zurückziehen will.

Eine wirkliche Lösung ist das nicht.
Schlimmstenfalls kommen dadurch andere Probleme dazu.
Die einzige wirkliche gangbare Richtung ist also nicht zurück, sondern vor. Aber wie? Wenn die Kraft so schon zu Ende scheint. Wenn man sich allein auf weiter Flur fühlt.

„Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen?“

– Matthäus 8,26 –

Mir hilft, mir klar zu machen, dass ich nicht allein da stehe.
Es gibt immer jemanden der mir den Rücken stärkt und hinter mir steht. Damit meine ich Gott selbst, aber nicht nur. Ich kann auf Gott in jedem Moment vertrauen. Auch wenn das Wasser bis zum Hals steht. Darüber hinaus habe ich aber auch Menschen auf die ich setzen kann. Freunde, Bekannte, Kollegen und Familie. Einer kann mich immer verstehen oder hört mir zumindest zu.

Das Gefühl mir unseren Problemen allein zu sein täuscht oft.
Denn Angst und Überforderung reduzieren manchmal unseren Blickwinkel. Jenseits des Problems ist kaum etwas oder jemand zu sehen. Aber jeder von uns kann auf andere bauen und sollten wir auch hier Unverständnis erfahren: Der Gott des Lebens ist bei uns. Er führt uns auch in schweren Zeiten. Manchmal direkter und erfahrbarer und manchmal dezent und im Hintergrund.

Wir dürfen auf ihn vertrauen, denn er ist immer – in jedem Moment unseres Seins – da.