„Leinen los …“ – von der Ablenkung

Bild: unsplash/Johannes Plenio

Ich mag die Vorstellung vom Leben als Fahrt auf dem Meer.
Ein schönes Bild.
Es verbindet viel wichtiges:
Ich sehe mich an Bord und bei sonnigem Wetter in die Ferne schauend.
Ich sehe mich gesichert bei Stürmen die Lasten sichern.
Ich sehe mich aufmerksam im Krähennest nach Riffen ausschauen.
Das Bild einer Fahrt auf hoher See scheint passend.

Wenn die Fahrt unser Leben ist, dann ist das Boot unsere Seele oder unser Innenleben. Was wirklich Wert hat ist darin. Die Gäste die mit uns Reisen, dass sind die Menschen, die wir in unseren Herzen tragen. Was ist den Lagern ist, sind Erfahrungen und Erinnerungen, die wir gemacht haben und machen. Die schönen sind leichter, die negativen schwerer.

Wir steuern unser Boot also auf diesem Ozean des Lebens.
Das Gewissen ist unser Kompass.
Vielleicht hat der ein oder andere die Heilige Schrift als Karte.
Die Sonne – das Licht selbst, mir ein Bild für Gott – schenkt Licht und Orientierung. Mond und Sterne stehen mir für Menschen, die Vorbilder für uns sind und Fixpunkte werden können.

Wetter und Standort beeinflussen unsere Reise.
An windigen Tagen und bei freier Bahn kommen wir gut voran.
Ab und an bremst uns aber auch eine Flaute aus oder wir werden von Sandbänken gebremst.
Es braucht unsere Aufmerksamkeit das Ziel nicht zu verfehlen. Den Hafen den wir anpeilen.

Auf dieser Reise kann uns viel ablenken:
Eine kleine schöne Insel. – Könnte unsere Reise nicht hier stoppen?
Gerüchte von anderen Schätzen. – Sind sie vielleicht besser als das Ziel?
und vieles mehr.

Diese kleinen Dinge, diese Ablenkungen aus dem Bild, gibt es auch in unserem realen Leben. Dinge, Erlebnisse, Situationen die sich in den Vordergrund drängen und unser Leben dominieren wollen. Für jeden von uns sehen sie anders aus. Für einen ist es Betäubung im Alkohol, für einen anderen ist es das Versinken in Spielen (egal ob digital oder analog), für wieder jemanden ist es die Passivität.

Wenn wir das erleben ist es wichtig, dass wir das Ruder unseres Lebens in die Hand nehmen. Dass wir uns von dem befreien, dass unseren Zielen und dem endgültigen Ziel unseres Lebens im Weg steht.
Nichts sollte den Möglichkeiten unseres Lebens im Weg stehen.
Nichts sollte dem letzten Ziel – Gott selbst – im Weg stehen.

Die Götzen der Völker sind nur Silber und Gold,
ein Machwerk von Menschenhand.“

– Psalm 115,4 –