„Irgendwann werde ich …“ – von Maulhelden

Bild:unsplash/Swapnll Dwivedii

Leere Drohungen.
Leere Versprechen.
Leeres „Was auch immer“
Egal ob in Situationen in denen man überfordert ist, verärgert oder wütend; es kann passieren, dass man etwas sagt, dass man nie einlösen wird. Aus dem Affekt heraus. Passiert das einmal, ist es zu vernachlässigen. Es gibt aber auch Menschen, die über Jahre leere Ankündigungen machen, aber nie wirklich etwas unternehmen.

Manchmal hat das garnichts mit Unmut zu tun, sondern mit Träumen oder Wünschen, die man hat.
„Irgendwann werde ich …“
– eine Weltreise machen
– ein Haus bauen
– im Ausland leben
– meine Freundin heiraten
– …

Auch hier passiert es zu oft, dass man hinter diesen Dingen zurück bleibt. Gründe dafür sind zahllos:
Der Klassiker ist die Trägheit. Man hat sich grad so schön eingerichtet. Das ist ja irgendwie auch anstrengend. Ach, da leb ich lieber weiter wie bisher. Ein anderer innerer Blocker ist die Angst. Angst vor Veränderung, Unsicherheit und dem Neuen an sich. Wer weiß ob es klappt.
Jeder hat da seine eigenen Mechanismen, die und reden, aber nicht handeln lassen. Meine fallen mir sofort ein.

Leben bedeutet aber: handeln.
Einfach nur in den Raum zu stellen was man wohl noch machen wird, verändert nichts. Die Anderen denken sich höchstens: Ach, der erzählt jetzt wieder das oder das, aber machen wird der eh nix.
Wir machen uns selbst unauthentisch. Das kann es ja nicht sein.
Wenn wir etwas sagen, dann sollten wir irgendwann auch ins Handeln kommen und die inneren Widerstände überwinden.

Im Glauben ist das ähnlich.
Es reicht nicht von sich selbst zu sagen: Ich bin katholisch/evangelisch/Moslem/…
Wir müssen in unserem Leben umsetzen, wofür wir einstehen. Sonst ist es sinnlos.
Teil einer Kirche sein, definiert sich nicht über einen Taufschein oder das Zahlen der Kirchensteuer. Ausschlaggebend ist das Suchen danach, wie ich meinen Glauben im Leben umsetzen kann. Auch das hat Widerstände und Schwierigkeiten. Aber nur zu reden, aber nichts praktisch umzusetzen ist sinnlos.

Aus dem Reden und Hören ins Handeln kommen.
Vielleicht ist das eines der wichtigsten Geheimnisse des Lebens und Glaubens. Es verhindert inneren und äußeren Stillstand. Wir verwandeln uns und die Welt.
Kurzum: Hintern hoch! – Glauben und Leben wollen getan werden.

„Er aber erwiderte:
Ja, selig sind vielmehr,
die das Wort Gottes hören
und es befolgen.“

– Lukasevangelium –