„Volltreffer“ – wenn es durch Mark und Bein geht

Bild: unsplash/Annie Spratt

Ansagen, Situationen, Lieder und auch Bibelstellen treffen einen nicht immer gleich. An manchen Tagen liest oder hört man über Dinge hinweg, an anderen packen sie einen.
Manchmal ist man innerlich taub – oder zumindest nicht offen – und an anderen, scheint das eigenen Leben in wenigen Zeilen komprimiert.

Woran das liegt ist schwer zu sagen.
Manchmal kann man ganz klar sagen, dass ein paar Tage vorher etwas passendes passiert ist; mich selbst packen manche Dinge aber absolut unvorhergesehen. Eine Filmszene, die mir die Tränen in die Augen treibt; Begeisterung, die mich beim Lesen eines Textes überkommt; der Rausch eines Liedes, dass mich in Wort und Melodie ergreift.

Solche Momente sind nicht zu machen.
Selbst wenn ich mir wünsche mich mit einem Gefühl irgendwo wieder zu finden … das passende Medium garantiert nicht die innere Reaktion.
Ich glaube, dass diese Erfahrung sehr dem ähnelt, was Glauben ist.
Glaube ist kein Abhandeln von Regeln oder absolvieren von Veranstaltungen, sondern eine Beziehung. Wie jede Beziehung hat auch der Glaube seine Höhen und Tiefen. Die ganz erfüllten Momente in denen Gott zu greifen nah scheint. Die Zeiten in denen nichts Sinn macht.

Machen kann ich auch hier die guten Momente nicht.
Sie „überkommen“ mich. Manchmal, wenn ich garnicht damit rechne.
Wie bei den Volltreffer-Momenten bei Liedern und in Gesprächen ist uns aber eines möglich: Raum schaffen.
Lieder ergreifen mich nur, wenn ich Musik höre.
Gespräche mich nur, wenn ich rede.
Begegnungen nur, wenn ich den Schritt vor die Tür wage.
Gotteserfahrung nur, wenn ich IHM Raum in meinem Leben gebe.

Ein Aufruf Stille und Lektüre,
beten und handeln zu wagen.

Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre,
denn er redete mit göttlicher Vollmacht.“

– Lukasevangelium –