„Ruhig Brauner …“ – von der Gelassenheit

Bild: unsplash/oran storm

Skandal. Skandal. Skandal.
Scheinbar gibt es keine anständigen Menschen mehr.
Alle sind irgendwie verdorben oder haben Dreck am Stecken.
Es ist eine Schande.

Zumindest könnte man so denken, wenn man sich die Medienlandschaft anschaut. Gefühlt jeden Tag wird irgendein Skandal ausgegraben und uns vor Augen gehalten. Jemand hat Geld unterschlagen, in seiner Doktorarbeit geschummelt oder was böses gesagt.
Da kann man echt auf die Palme gehen.

Aber … ist es das wert?
Schauen wir auf die meisten Dinge mal mit Gelassenheit.
Was ändert unsere Wut, der Zorn, die Gehässigkeit?
Am Ende nichts an der Sache.
Wir fühlen uns vielleicht selbst etwas besser, auch wenn klar ist, dass das selbstgerecht ist. Die Täter aber, die ändern wir so nicht.
Eigentlich haben nur die etwas davon, die die Skandale „verkaufen“, denn wir klicken, kaufen und echauffieren.

Bis in die Medien brauchen wir aber garnicht schauen.
Auch im Alltag gibt es Dinge, die uns aufregen.
Vieles davon können wir nicht ändern.
Warum dann aufregen?
Kostet das nicht zu viel Lebensqualität.
Kann es im schlimmsten Fall nicht unsere Stimmung versauen und den Umgang mit anderen belasten?!
Das ist es besser manches einfach zu akzeptieren und fertig.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch Dinge, die wir ändern könnten.
Manchmal regen wir uns aber lieber auf und lassen es so.
Egal ob das die Wohnsituation, der Beruf oder die Ordnung in der Wohnung ist, die man eh nicht ändern kann, weil keine Zeit.
Klar. Auch hier kann ich mich aufregen und aufreiben. Ich kann immer verbitterter und negativer werden.
Wie wäre es aber wenn ich umziehe, kündige oder aufräume.
Das sind sinnvolle Konsequenzen, auch wenn sie Mut erfordern.

Letztlich geht es darum ein Leben zu führen, wie Gott es für uns gedacht hat. Nicht eng und gefangen, sondern weit und frei.
Weite und Freiheit entstehen aber nicht da, wo wir jammernd und angstvoll passiv bleiben. Nur, wenn wir unser Leben aktiv in die Hand nehmen und mit Gott weitergehen brechen wir aus Gefangenheit frei.
Das Volk Israel muss sich auch überwinden, als es durch die Wüste frei gemacht wurde. Die Propheten, die das Volk zur Freiheit führen wollten, mussten auch gegen Widerstände kämpfen. Und Jesus musste durch Kreuz und Tod.
Freiheit und freies Leben ind Gelassenheit bedeuten, dass wir überwinden müssen, was in uns und um uns die Starre will.
Dabei helfen uns aber jammern und skandalisieren nicht weiter.

„Früher seid auch ihr darin gefangen gewesen und habt euer Leben davon beherrschen lassen.
Jetzt aber sollt ihr all das ablegen: Zorn, Wut …“

– Kolosserbrief –