„Hauch weg …“ – vom Loslassen

Bild: unsplash/Faris Mohammed

Viele Schränke – bei Bekannten, Freunden und in Gemeinden – sind rappelvoll. Dinge über Dinge stapeln sich.
Eine Nachbarin älteren Baujahrs ist das auch aufgefallen. Sie hat eine alte Schrankwand rausgeworfen, denn ein neues Möbelstück soll kommen. „Was ich alles für Zeug habe. Das brauch ich doch garnicht.“ Eine wichtige Erkenntnis.

Mir ging es vor einer Weile ähnlich.
Ich hab mich gewundert, warum sich meine große Wohnung so eng anfühlt. Dann die Erkenntnis: zu viel Zeug.
Ich hab mich regelrecht belastet gefühlt.

Was materiell greift, dass greift auch in unserem Geist.
Auch hier können wir uns vollstellen.
Gefühle, Gedanken, Stress, Ärger, Erwartungen, …
All das kann uns so weit „füllen“, dass wir nicht mehr wirklich frei sind.
Frei, das Evangelium zu hören.
Frei, unser Herz zu hören.
Frei, wirklich das zu tun, was uns erfüllt und Sinn stiftet.

Die Folge ist klar: loslassen.
Dinge, Menschen, Situationen, Umstände, …
Die Sachen, die uns – in einem nicht egoistischen Sinn – unsere Freiheit nehmen. Wir sollten nach Möglichkeit immer einen freien Geist haben. Frei zu entscheiden und zu hören. Frei dem Raum zu geben, was uns wirklich ausmacht und Wege zu eröffnen diesem Potential, dass in uns gelegt wurde Raum zu geben.

„Er sagte zu ihnen: Nehmt nichts mit auf den Weg,
keinen Wanderstab und keine Vorratstasche,
kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd.“

– Lukasevangelium –