„Komm in meine Arme …“ – über Nähe und Engel

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Nähe ist für uns Menschen unabdingbar.
Zwar unterscheidet sich wie stark sie sein soll, aber niemand kann ohne eine Form der Nähe auskommen.

Von den distanzierten Typen, denen ein Handschlag reicht, bis zu den großen Umarmern gibt es fast alles. Jede Form hat dabei seine Berechtigung, auch wenn es uns manchmal schwer fallen kann, die je andere Form anzunehmen und nicht als Affront zu verstehen. Nein, der Distanzierte ist nicht unfreundlich und der Umarmer nicht übergriffig.

Auch in Beziehungen romantischer Natur wird die emotionale Nähe unterschiedlich zum Ausdruck gebracht: die klassischen Blumen, ein schönes Essen oder auch einfach Aufmerksamkeit im alltäglichen Miteinander. Die Bandbreite ist vielfältig, wie wir Menschen.

Auch im religiösen Bereich gibt es eine Sprache der Nähe. Diese Sprache sind – so kitschig es klingt – die Engel.
Wo sie in der Bibel auftauchen, da geht es nicht um irgendwas.
An diesen Punkten wird deutlich: Gott ist besonders nah.
Engel drücken den Willen Gottes und sein werben um die Menschen aus. Sie sind – so stell ich es mal frech in den Raum – die Pralinenpackung Gottes. Sein Zeichen der Zuwendung.

Was alle Ausdrucksformen der Nähe gemein haben ist, dass ich ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit dafür brauche. Viele diese Zeichen sind klein oder werden von uns als selbstverständlich angenommen. Wenn wir aber lernen den Alltag zu deuten, dann sehen wir sie mehr und mehr und können so auch Wertschätzung erleben.
Und … wir müssen lernen die je unterschiedlichen Zeichen zu deuten. Meint A mit einer Umarmung die alltägliche Begrüßung, ist sie für B schon ein Zeichen tiefer Intimität.

„Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.

– Johannesevangelium –