„Sieht hübsch aus …“ – von der Äußerlichkeit

Bild: unsplash/Martin Widenka

Die Tage werden wieder kühler.
So langsam sinken die Temperaturen.
Und ich warte schon darauf, dass ich höre:
“Ach, das Mädel wird sich noch was einfangen.“
oder an mich gerichtet
“Ziehen Sie sich doch was wärmeres an.“

Ist es bei mir ein etwas seltsames Temperaturempfinden, begegnet mir bei einigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein anderer Antrieb sich auch im Herbst leicht zu kleiden:
Es muss gut aussehen.
Das ist zur Zeit eher kürzere und oft nicht allzu Temperaturresistente Kleidung.

Natürlich ist es keine weise Entscheidung, sich zu dünn zu kleiden um der Optik Willen. Genau so unklug ist es aber über Menschen zu richten nach dem Äußeren.
Das Äußere ist und bleibt eben … das Äußere.
Es ist meine Wahrnehmung vom Anderen.

Sich zu sehr auf das eigene und fremde Äußere zu konzentrieren ist eine Gefahr, die wir alle haben. Es springt uns ja fast an.
… und es ist so leicht dabei zu bleiben.
Nur leider wird es dem Menschen dahinter nicht gerecht.

„Da sagte der Herr zu ihm:
O ihr Pharisäer!
Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber,
innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit.

– Lukasevangelium –

Die Fassade lässt sich leicht pflegen.
Der Schein sich leicht erhalten.
Diese Worte Jesu, die dahinter blicken sind aber enttarnend.
Wo das Innere nicht stimmt, da ist auch das Äußere nichts wert.

Eine gute Inspiration:
Schau auf das Innere, den Antrieb, die Beweggründe, die Verletzungen, die Seele … und handle auch aus deinem für für dein Inneres.
Denn hier spielt sich das essenzielle ab.
Dein Glaube, deine inneren Kämpfe, dein Ringen, deine Gefühle, dein Denken.

Stimmt das Innere,
folgt auch das Äußere.