„Halt dich fern …“ – von Inklusion

Bild: unsplash/Ben Hershey

Krankheit hat Menschen schon immer Angst gemacht.
Sie hat etwas fatales und unberechenbares.
Können wir die einen gut behandeln und vorhersagen,
so gibt es auch immer noch Krankheiten, die uns ein Rätsel sind.
Diagnosen, die uns den Atem stocken lassen.

Zur Zeit ist es insbesondere Corona.
Wir reagieren darauf, wie es schon vor 2000 Jahren war:
Distanz.
Keinen Kontakt.
Bloß nicht anfassen.
Ich erwische mich selbst, bei Infektionen in meinem Umfeld ersteinmal nachzudenken ob, wann und wie ich Kontakt hatte.

Diese körperlichen Abständen sind – wenn auch schmerzlich – so notwendig. Ich schütze andere, andere schützen mich.
Wir dürfen aber auch verinnerliche, dass räumliche Distanz heute nicht mehr bedeutet, dass man keinen Kontakt mehr hat.
Krankheit soll Menschen nicht ausgrenzen.

Zur Zeit Jesu waren die Aussätzigen zum Schutz der Gesellschaft ausgeschlossen. Mangels moderner Kommunikation sogar komplett.
Das ist der gesellschaftliche Skandal von dem wir lesen.
Mit der Heilung holt Jesus diese Menschen wieder in die Gesellschaft.
Sie sind wieder Teil.

Mich erinnert diese Erzählung immer wieder daran, dass ich mich fragen muss wo und wie heute Menschen ausgegrenzt werden.
Egal ob unbewusst oder mit voller Absicht.
An beidem möchte ich und sollten wir arbeiten.

Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns!

– Lukasevangelium –