„Das Ende ist nah …“ – vom Weltenende

Bild: unsplash/Donald Giannatti

„The End is near!“
Eine verwirrte Gestalt mit Schild auf dem das steht findet man in manchen Filmen aus den 90er- und frühen 2000er Jahren. Der Zusammenhang ist immer ein drohender Untergang, mal durch Naturkatastrophen, mal durch Aliens.

Auch in den letzten Jahren – und nochmal neu in diesem Jahr – gibt es einige Menschen, die den Untergang beschwören. Prepper, also Menschen, die sich auf die Apokalypse vorbereiten, sind am florieren. Ein paar Leute warten auf einen großen Umsturz.
Das ist … gelinde gesagt: seltsam.

Aber was schüttel ich als Christ da den Kopf drüber?
Sind wir nicht letztlich genau so?
Ist nicht auch im Christentum die Apokalypse ein wichtiges Element?

Das ist sie. Auch, wenn sie anders gelagert ist als die pop-kulturelle Apokalypse. Geht es in Filmen und Büchern oft um das unausweichliche Ende menschlicher Existenz, um ein grausames Ausgelöscht-Werden der Menschheitsfamilie, geht es in der christlichen Erwartung um etwas anderes.

Ja, die Bilder der Offenbarung (oder Apokalypse) des Johannes sind hart. Aber es sind Bilder. Sie drücken etwas symbolhaft aus, sind aber keine plumpe Vorhersage der Zukunft. Was wir Christen erwarten ist die Parusie, die Wiederkunft Jesu. Wie sie aussehen wird? Keine Ahnung. Was passieren wird? Nach biblischen Texten und im Versuch es in verständliche Sprache zu übertragen: Die Wahrheit wird offenbar. Das was uns und die Schöpfung ausmacht wird sichtbar.

Auch das hat Folgen für unser Leben.
Natürlich nicht Angst.
Im Gegenteil.
Mir macht diese Erwartung Jesu Mut.
Ich kann mich darauf verlassen, dass eines Tages Ungerechtigkeit und Gerechtigkeit aufgedeckt werden. Es ist nicht egal was ich tue und wie ich diese Welt mitgestalte. Jede Tat und jedes Bemühen ist in sich wertvoll.

Ich, Johannes, sah eine weiße Wolke.
Auf der Wolke thronte einer, der wie ein Menschensohn aussah.“

– Offenbarung des Johannes –